In der Krise überlebenswichtig: Innovationschancen identifizieren
Erfolg aus den eigenen Stärken schöpfen
Ein Unternehmen aus einer ganz anderen Branche ist der Maschinen- und Anlagenbauer Siempelkamp aus Krefeld. Besonders bemerkenswert an Siempelkamp ist, dass dieses Unternehmen in der Lage ist, in einer Branche zu wachsen und kontinuierlich Marktanteile hinzuzugewinnen, die als Hauptopfer der Krise gilt. Der Spezialbereich, der Siempelkamp dabei hilft, ist eigentlich in Deutschland kostenmässig nicht darstellbar: Siempelkamp ist nach eigenen Angaben mit seiner deutschen Produktion Weltmarktführer bei der Herstellung von hydraulischen Pressensystemen im Bereich der Holzwerkstoffindustrie und Metallumformung durch hochqualifiziertes Engineering und modernste Fertigungstechnologie.
Zudem ist Siempelkamp in der Lage, im Werk in Krefeld Gussteile in einer noch nie dagewesenen Grösse und Qualität anzufertigen. Während die Wettbewerber Teile dieser Grösse noch aus mehreren Einzelteilen zusammenschweissen oder aber kostenintensiv zukaufen müssen, erschliesst Siempelkamp neue Märkte, wie zum Beispiel Potentiale im Flugzeugbau oder der Energietechnik. "Unsere integriertes Konzept Engineering - Guss und Fertigung vor Ort erlaubt uns eine absolute Qualitätskontrolle und Flexibilität. Dadurch können wir auf alle Kundenanforderungen schnell und kostengünstig reagieren", erklärt Samiron Modal, Geschäftsbereichsleiter bei Siempelkamp.
Die Konkurrenz hechelt hinterher, während Siempelkamp schon wieder an die Zukunft denkt: "Natürlich versuchen unsere Mitbewerber die Lücke zu uns zu schliessen, welche durch das hohe synergetische Potential bei der Siempelkamp Gruppe entsteht. Wir konzentrieren uns jedoch darauf, neue Märkte mit hochwertiger Technologie zu erschließen", führt Mondal weiter aus. Das Erfolgsrezept bei Siempelkamp ist recht einfach: Die Firmenleitung war Manns genug, nicht jedem Outsourcing-Trend zu folgen, sondern überlegte sich, in welchen Bereichen man Wettbewerbsvorteile hatte oder zukünftig generieren konnte.