Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU)
Betz sitzt seit 21 Monaten in Untersuchungshaft im Gefängnis Stammheim. Er muss sich vor dem Landgericht Stuttgart unter anderem wegen Bestechung und Sozialversicherungsbetrug in Millionenhöhe verantworten. Bei dem Betrugsvorwurf geht es im Kern um die Frage, ob Betz Sozialabgaben für bulgarische Fahrer hätte zahlen müssen.
Thomas Betz ist der Sohn des Unternehmensgründers Willi Betz. Die Spedition gehört nach eigenen Angaben mit einem Jahresumsatz von etwa 720 Mio. Euro zu den zehn größten Logistikern Europas. Das in Reutlingen ansässige Unternehmen betreibt neben dem Geschäft mit Transporten und ähnlichen Dienstleistungen auch noch ein Autohandelsgeschäft, das vor allem in Südosteuropa tätig ist und rund ein Fünftel zum Umsatz beisteuert.
Spedition weist alles zurück
Die jetzt beschuldigten vier Männer seien Führungskräfte von 34 bis 50 Jahren, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es gebe aufgrund der beiden anonymen Anzeigen konkrete Anzeichen dafür, dass sie 565 Beschäftigte genötigt hätten, das Schreiben an Oettinger zu unterzeichnen. Die Behörde geht davon aus, dass die Anzeigen aus dem Kreis der Mitarbeiter kommen.