Markennamen etablierenDoch nicht alle Anbieter profitieren gleichermaßen vom Wachstum der Branche. "Im Feld der Top-Schulen zeigt sich recht wenig Bewegung", sagt Branchenexperte Klumpp. Es gibt keine Neuzugänge durch Gründungen, die Spitze besetzen nach wie vor die etablierten Schulen wie Insead, Wharton oder Harvard.
Die amerikanischen Schulen leiden derzeit sogar unter nachlassender Akzeptanz. Die Bewerberzahlen gingen seit 1998 um 30 Prozent zurück, ergab eine Analyse des Magazins "Business Week". Auch die europäischen Schulen müssen sich mehr anstrengen, um an Bewerber zu kommen: Sie investieren verstärkt in Werbung, Roadshows und Messeauftritte.
Viele neue MBA-Angebote entstehen dagegen im Mittelfeld. Beispielsweise sind die staatlichen Universitäten dabei, ihren Markennamen auch im Markt der Managerausbildung bekannt zu machen. Die Universität Mannheim stellt sich etwa für die Rolle als MBA-Anbieter im europäischen Markt auf. An ihrer Business-Schule werden seit 2004 bis zu 50 Studenten pro Jahr aufgenommen.
Auch die RWTH Aachen wirbt mit ihren Namen neuerdings auf dem MBA-Markt: Seit 2004 bietet die Aachen Global Management Academy (AGLAC) zusammen mit der Universität St. Gallen einen Teilzeit-Abschluss (Executive MBA) an, der sich speziell an Ingenieure und Naturwissenschaftler richtet.