Das Ranking
Ana Patricia Botín, Executive Chairman der spanischen Bank Banesto, steigt vom zweiten auf den ersten Rang und ersetzt die Gewinnerin des Vorjahres, Sari Baldauf. Diese hat 2004 ihren Posten als Präsidentin von Nokia Networks aufgegeben. Anne Lauvergeon, die sich als Chefin des französischen Nuklearkonzerns Areva für eine Teilprivatisierung engagiert hat, landet auf dem zweiten Rang. Weitere Neueinsteigerinnen sind Antonia Axson Johnson an der Spitze des schwedischen Unternehmens Axel Johnson, Linda Cook und Vivienne Cox, die jeweils eine Sparte von Shell beziehungsweise BP führen, und Heliane Canepa, Chefin des schwedisch-schweizerischen Medizintechnikkonzerns Nobel Biocare.
Die Jury
Die knapp 100 Kandidatinnen wurden von einem unabhängigen Gremium bewertet. Dazu gehörten Elizabeth Barrett, Partnerin und Leiterin der Abteilung "Dispute Resolution" bei Slaughter and May, John Grumbar, CEO von Egon Zehnder International, Marjorie Scardino, Chefin von Pearson und Herausgeberin der Financial Times, Vagn Soerensen, Vorstandschef der Austrian Airlines und Laura D'Andrea Tyson, Dekanin der London Business School.
Die Methodik
Die Suche nach Kandidatinnen erstreckte sich auf die 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die offiziellen Beitrittskandidaten sowie Russland, Schweiz, Norwegen, Island und die Balkanländer. Der Schwerpunkt lag dabei auf Frauen mit Verantwortung im operativen Geschäft und auf Top-Businessfrauen in beratenden Berufen. Politikerinnen, Zentralbankerinnen oder Mitglieder von Verbänden oder Aufsichtsbehörden kamen nicht in Frage. Mitarbeiterinnen des Pearson-Konzerns oder von Unternehmen, an denen Pearson wesentlich beteiligt ist, schieden ebenso aus. Dazu zählen etwa die FT, die FTD und das Magazin "Economist".
Übersicht: Die 25 Top-Businessfrauen Europas
Im vergangenen Jahr hatte sich die Jury darauf geeinigt, die Position einer Frau innerhalb ihres Unternehmens sowie die Komplexität und die Größe ihres Verantwortungsbereichs am stärksten zu gewichten. Frauen in beratenden Berufen wie Anwältinnen und Bankerinnen wurden auf der Grundlage ihrer Position und des Status ihres Unternehmens bewertet. Ein zweiter Kriterienkatalog widmete sich subjektiven Faktoren wie dem Einfluss der Kandidatinnen, wie erfolgreich sie auf dem Weg zu ihrer aktuellen Position Hindernisse überwunden haben, ihrem Beitrag für die Gesellschaft und ihrer Vorbildfunktion für andere Frauen.