Robert Rubin war wiederholt angegriffen worden
Nach Informationen der "Financial Times" ist auch der Posten von Aufsichtsratschef Win Bischoff derzeit akut gefährdet. Der in Deutschland geborene Bischoff steht intern in der Kritik, den Vorstandsvorsitzenden der Citigroup, Vikram Pandit, in dessen erstem Posten als Chef einer internationalen Großbank nicht ausreichend zu beaufsichtigen und zu führen. Der 67-jährige Bischoff kündigte bereits an, zum Jahresende 2009 seinen Posten zu räumen. Als Kandidat für seine Nachfolge gilt der bisherige Time-Warner-Chefaufseher Dick Parsons.
Die Citigroup lehnte eine Stellungnahme ab, Finanzkreise werten allerdings den Weggang Rubins als Signal für eine Reihe personeller Wechsel der Citigroup. Rubin, erster Finanzminister des US-Präsidenten Bill Clinton, hatte 2007 die Ernennung Vikram Pandits zum Citi-Chef befürwortet. Nun will sich Rubin wieder stärker in der Politik engagieren.
Aufspaltung in Arbeit
Ebenfalls am Freitag wurde bekannt, dass die Citigroup an einer Aufspaltung des Konzerns arbeitet. Citi und die US-Bank Morgan Stanley prüfen Medienberichten zufolge, ihren Wertpapierhandel zu fusionieren. Der Plan sehe vor, dass Citi seine Brokersparte Smith Barney an Morgan Stanley verkaufe. Morgan solle an dem Gemeinschaftsunternehmen zunächst 51 Prozent halten, in den nächsten drei bis fünf Jahren jedoch die restlichen 49 Prozent übernehmen können, hieß es.