Meg Whitman
Whitman gilt als eine der prominentesten Managerinnen des Silicon Valley. Unter ihrer Führung stieg das Online-Auktionshaus
Ebay binnen zehn Jahren zu einem der bedeutendsten Internetanbieter auf. Bei ihrem Einstieg machte das Unternehmen noch 50 Mio. $ Umsatz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sollen es rund 8,7 Mrd. $ sein. Der Aufstieg hat Whitman zur Milliardärin gemacht.
Vor Whitman haben bereits andere Chefs von Technologiekonzernen mit der Politik geliebäugelt. So gehört
Google -Chef
Eric Schmidt bislang zum Beraterstab des künftigen US-Präsidenten Barack Obama, die Ex-Chefin des Computerkonzerns
Hewlett-Packard (HP) Carly Fiorina versucht ebenfalls seit geraumer Zeit, eine politische Karriere zu starten.
Erster Anlauf gescheitert
Ihren größten Auftritt hatte Meg Whitman Anfang September im US-Bundesstaat Minnesota auf dem Parteitag der Republikaner. Der damals noch hoffnungsfrohe US-Präsidentschaftskandidat
John McCain hatte seiner Wirtschaftsberaterin volle zehn Minuten eingeräumt, um Millionen Fernsehzuschauern seine Vorstellungen zur Belebung der US-Wirtschaft vermitteln. Ihre Rede war solide, wenn auch wenig inspiriert.
Angesichts des wenig mitreißenden Auftritts auf dem Parteitag ist allerdings fraglich, ob Whitman es schafft, Millionen von Kaliforniern für sich zu begeistern. Die Konkurrenz wird hart. So gelten zahlreiche Politprofis als Konkurrenten bei der Wahl. Zu den Anwärtern gehören unter anderem die US-Senatorin Dianne Feinstein, der Bürgermeister von San Francisco, Gavin Newsom, Bundesstaatsanwalt Jerry Brown sowie Schwarzeneggers Stellvertreter John Garamendi.