Transparenz-Primus in Sachen Personalpolitik: BMW
Ergebnis: Am besten von allen 30 Dax-Unternehmen schnitt der Autobauer BMW ab. Von vier erreichbaren Punkten erzielte der Konzern einen Wert von 2,69 auf der Skala des "Human Capital Transparenz Monitors". Mit einem Gesamtwert von jeweils 2,24 Zählern liegen Commerzbank und RWE knapp dahinter. Auf den letzten fünf Plätzen wurde dagegen nicht einmal ein Zähler erreicht: Bei Deutsche Börse (0,97), ThyssenKrupp (0,93), MAN (0,89), Fresenius Medical Care (0,87) und HypoRealEstate (0,83 Punkte) ist es mit Transparenz in der Personalpolitik nicht weit her.
Durchschnittlich lag der Transparenzwert der Dax-Konzerne bei 1,72 Punkten - das zeigt dem Human Capital Club zufolge, dass hier große Defizite bestehen. Programme und Maßnahmen im Personalbereich werden nur ungenügend dargestellt, Chancen des Selbstmarketings und der Profilierung als Arbeitgebermarke verschenkt. Jürgen Glaser, Projektleiter für die Studie an der TU München, sagt es sogar noch drastischer: "Wenn Dax-Unternehmen, die sich sonst gerne als attraktive Arbeitgeber präsentieren, ihre Leistungen im Personalbereich so wenig publik machen, dann dürften diese auch nicht besonders gut sein".
Stärken und Schwächen
Vor allem die Themen Weiterbildung und Gesundheit spielen in der Kommunikation der Unternehmen kaum eine Rolle. So konnte die Deutsche Post bei Weiterbildung überhaupt nicht punkten. Deutsche Börse, HypoRealEstate, MAN und selbst der Medizintechnikspezialist Fresenius Medical Care erhielten beim Punkt Gesundheit eine Null-Wertung.