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Merken   Drucken   23.02.2009, 20:38 Schriftgröße: AAA

Führungswechsel in der Krise: Honda wechselt den Chef aus

Honda hat einen neuen Vorstandschef. Takanobu Ito werde nach der Hauptversammlung im Juni die Nachfolge von Takeo Fukui, 64, antreten, teilte der japanische Autokonzern mit. von Jonathan Soble (Tokio)
Der 55-jährige Ito ist bereits seit 31 Jahren bei Honda. Derzeit leitet er die Autoproduktion, das Kerngeschäft des Unternehmens. Mit Honda  sucht bereits der zweite japanische Autobauer nach einbrechenden Umsätzen sein Heil in einem personellen Neuanfang an der Konzernspitze. Ende Januar hatte schon Toyota  einen Wechsel in der Führungsetage bekannt gegeben. Dort soll im Juni Akio Toyoda auf Katsuaki Watanabe folgen.
Fukui, der seit 2003 die Geschicke Hondas leitet, bleibt dem Konzern als Berater erhalten und behält einen Sitz im Führungsgremium. An der Börse kam die Nachricht vom Chefwechsel nicht gut an, der Aktienkurs sank um 3,79 Prozent.
Takanobu Ito   Takanobu Ito
Ito gilt seit Längerem als Kronprinz des Amtsinhabers. Der künftige Firmenchef ist Ingenieur und wird in seiner neuen Funktion auch die Forschung und Entwicklung bei Honda verantworten. Er fühle sich "zu 47 Prozent geehrt", sagte Ito.
Die restlichen 53 Prozent sei er um Worte verlegen, in diesen schwierigen Zeiten die Führung des Konzerns übertragen zu bekommen. "Das ist eine Krise, wie sie nur einmal jedes Jahrhundert auftritt. Ich hoffe, der Markt wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres oder kommendes Jahr beginnen, sich zu erholen."
Honda hat die weltweite Branchenflaute bisher besser überstanden als die japanischen Hauptwettbewerber Toyota und Nissan . Zu verdanken hat der Autobauer dies der stärkeren Konzentration auf Kleinwagen. Unter der Führung von Fukui widerstand Honda, im Gegensatz zu Toyota und Nissan, der Versuchung, US-Autokonzerne herauszufordern und in den Markt für große Pick-up-Trucks und Geländewagen vorzustoßen.
Kursinformationen und Charts
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Dieser Markt brach aufgrund sprunghaft ansteigender Ölpreise im vergangenen Sommer zusammen und hat sich bislang nicht erholt. Hondas Absatz in den USA, dem wichtigsten Markt weltweit, ging im Januar um 31 Prozent zurück, im Branchendurchschnitt brachen die Verkaufszahlen um 37 Prozent ein.
Im Gegensatz zu Toyota und Nissan geht Honda für das gesamte laufende Geschäftsjahr, das am 31. März endet, noch von einem Gewinn aus. Für das laufende Quartal erwartet der Autobauer allerdings einen Betriebsverlust.
Angesichts der Absatzkrise hat Honda ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt. Das Unternehmen streicht Stellen und fährt die Produktion zurück. Zudem wird sich der Konzern aus der Formel 1 zurückziehen. Die Mitteilung, den Rennstall zum Verkauf zu stellen, machte Honda 2008. Man habe für das Team zwar mehrere Angebote erhalten, ein "ernsthafter" Käufer sei bisher aber noch nicht in Sicht, teilte Honda am Montag mit.
16:20:25 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Nissan Motor 755 JPY   0,00%  0
Toyota Motor 3065 JPY   0,00%  0
Honda Motor 2540 JPY   -0,16%  -4
  • Aus der FTD vom 24.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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