Reise durch die Landesbanken: Martin Halblaub
Die Düsseldorfer Landesbank will einen neuen Kapitalmarktvorstand berufen. Halblaub führt derzeit als selbstständiger Unternehmensberater eine Risikoinventur bei der WestLB durch. In Finanzkreisen wurde spekuliert, dass er auf den Vorstandsposten hinarbeitete.
Bei der Nord/LB steht bald noch eine wichtigere Personalie an. Bankchef Hannes Rehm geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Als Favorit für die Nachfolge wird der Chef der Nord/LB-Tochter Bremer Landesbank (BLB), Stephan-Andreas Kaulvers, gehandelt. Kaulvers hat ein CDU-Parteibuch, die schwarz-gelbe Landesregierung großen Einfluss bei der Ernennung des Bankchefs.
Auch Kaulvers ist in Bankkreisen aber umstritten. Bevor er 2006 zur BLB kam, war er Privatkundenvorstand bei der Dresdner Bank. Die Chemie zwischen ihm und Bankchef Herbert Walter soll allerdings nicht gestimmt haben. Dem Vernehmen nach war Walter mit Kaulvers Leistung unzufrieden.
Offen ist, ob Nord/LB-Vize Gunter Dunkel bei der Bank bleiben würde, sollte Kaulvers Rehm beerben. Dunkel, der als strategischer Kopf der Bank gilt, hat dem Vernehmen nach ebenfalls seinen Hut in den Ring geworden. Zudem hat der Nord/LB-Privatkundenvorstand Christoph Schulz Interesse an dem Job - und als Ex-Chef der Kreissparkasse Soltau die Unterstützung der niedersächsischen Sparkassen, die maßgeblich an der Nord/LB beteiligt sind. Wahrscheinlich ist, dass die Entscheidung zur Rehm-Nachfolge auf der Aufsichtsratssitzung der Nord/LB am 24. September fallen wird.