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  FTD-Serie: Geschäftsreisen

Firmen schicken immer mehr Mitarbeiter auf Reisen. Doch wie werden Geschäftsreisen am besten organisiert, damit sie sicher sind - und kostengünstig? In dieser Serie geben Experten Tipps zur Vorbereitung und für Krisenfälle. Außerdem: Technik-Trends für Businessreisen.

Merken   Drucken   06.09.2007, 09:00 Schriftgröße: AAA

Geschäftsreisen: Lieber am Bildschirm als im Flieger

Videokonferenzen und Treffen in Onlinewelten schonen Budgets, Nerven und die Umwelt. In vielen Firmen sind Webkonferenzen längst eine Alternative zum persönlichen Gespräch. von Kai Oppel
Für Hans-Ingo Biehl sind viele Geschäftsreisen schlichtweg überflüssig. Biehl ist Geschäftsführer von VDR-Service, dem Dienstleistungsunternehmen des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) in Frankfurt. "Unternehmen müssen prüfen, ob der Aufwand lohnt oder ob Zusammenkünfte durch Webkonferenzen ersetzt werden können", sagt er.
Oft träfen sich die Manager nur, um Routineangelegenheiten zu besprechen. Das wirtschaftliche Einsparpotenzial sei riesig. "Schließlich entfällt nicht nur die eigentliche Reisezeit, sondern auch die aufwendige Reiseplanung." In vielen Firmen sind Webkonferenzen längst eine Alternative zum persönlichen Gespräch.
Breitbandverbindungen sorgen für ruckelfreie Bilder und gute Sprachqualität bei den Übertragungen. "Bei Webkonferenzen können die Teilnehmer ganz normal miteinander interagieren. Sie sehen und hören sich und können zusammen Dokumente bearbeiten", sagt Dennis Deobald, Managing Director beim Karlsruher Webkonferenzanbieter CME 24.
Der Familie zu Liebe
Doch nicht nur wirtschaftliche Gründe sprechen für die virtuellen Meetings. Vielreisende können öfter bei ihren Familien bleiben. "Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit, die Effektivität und die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus", sagt Biehl.
Weil durch die virtuellen Meetings weniger gefahren und geflogen wird, bieten sie Unternehmen auch die Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und den Schadstoffausstoß zu senken.
Die Umweltschutzorganisation WWF hat errechnet, dass sich pro Jahr mehr als 22 Millionen Tonnen Kohlendioxidausstoß einsparen ließen, wenn jede fünfte Langstrecken-Geschäftsreise durch eine virtuelle Konferenz ersetzt würde.
Benutzerfreundliche Technik
Auch die Webkonferenztechnologie selbst hat sich weiterentwickelt. Sie ist benutzerfreundlicher geworden. So ist es sehr viel einfacher als früher, Multimedia-Anwendungen wie Animationen oder Videos in die virtuellen Treffen einzubauen. In vielen Firmen wird sie zudem nicht mehr nur eingesetzt, um Meetings zu ersetzen.
Auch beim Kundenservice hilft sie, Reisen überflüssig zu machen. "Es ist schon Wahnsinn, was man mit einem 300 Kilobyte kleinen Programm bewirken kann", sagt zum Beispiel Markus Failing, Abteilungsleiter Service und Kundendienst bei der Lang, einem Maschinenbauunternehmen aus Hüttenberg.
Industrieunternehmen rund um die Welt nutzen die Fräsmaschinen der Hessen. Die Geräte arbeiten mit komplexer Steuerungssoftware. Die Lang-Mitarbeiter können durch eine Lösung des Anbieters Netviewer aus Karlsruhe direkt auf die Bildschirme der Kunden blicken und Einstellungsfehler oder Softwareprobleme aus der Ferne beheben.

Teil 2: Meetings in der virtuellen Onlinewelt "Second Life"

  • FTD.de, 06.09.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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