Strategie-Planung, Beschwerdemanagement, Kundenbindung – wie geht´s richtig? Welche IT-Standards sind aktuell? Wann hilft eine Wertanalyse? FTD und business-wissen.de sorgen für Durchblick. Für alle, die nicht nur mit Schlagworten operieren wollen.
| Beispiel |
| In der Rechnungsabteilung ist momentan wenig zu tun und die Mitarbeiterin Müller geht jeden Tag pünktlich um 16 Uhr zum offiziellen Feierabend. Der Chef kommt eines Tages um 16:15 Uhr in das Büro und fragt den Kollegen Schneider, wo denn Frau Müller sei. Schneider antwortet: "Die hat schon Feierabend gemacht." Der Chef meint: "Diese Frau Müller kann es wohl kaum abwarten, bis sie hier raus kommt" und lacht. |
| Am nächsten Morgen erzählt der Kollege Schneider Frau Müller die Reaktion des Chefs. Sie ist entsetzt, weil sie noch nicht so lange dort angestellt ist, und befürchtet nun einen schlechten Eindruck hinterlassen zu haben. Sie hat Angst, dass der Chef denkt, ihr würde die Arbeit nicht Spaß machen und sie zeige zu wenig Engagement. |
| Am Nachmittag beschließt sie, den Chef darauf anzusprechen. Sie geht in sein Büro und stellt klar, dass sie momentan nicht so sehr ausgelastet ist und deshalb zum vereinbarten Feierabend geht, was aber nichts mit ihrer Motivation zu tun hat. |
| Der Chef schaut sie verdutzt an und weiß gar nicht, warum sie deshalb auf ihn zugekommen ist. Plötzlich dämmert ihm, dass er am Vortag bei Schneider einen ironisch gemeinten Kommentar abgegeben hat und entschuldigt sich bei Frau Müller. Ihm käme es nicht in den Sinn, etwas schlechtes über sie zu denken, ganz im Gegenteil, er schätze ihre Arbeit sehr. Frau Müller verlässt zufrieden das Büro des Chefs. |
| Was Frau Müller tat, ist für die einen selbstverständlich, für die anderen mutig. |
Teil 2: Problem- oder Jahresgespräch - wie Sie vorgehen sollten.