Ein Check-up kann helfen, schwere Krankheiten zu vermeiden
Der so genannte Präventions-Spiegel zeigt, dass 75 Prozent der Deutschen gefährdet sind, schwer zu erkranken. Jeder Zweite hat zu hohe Cholesterin-Werte, jeder Fünfte hat erhöhte Blutzuckerwerte und jeder Zehnte ist bedenklich übergewichtig. Mögliche Folgen sind schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Meist werden aber durch Check-ups die Risiken in einem Stadium aufgedeckt, in dem man noch was tun kann. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen so wichtig", so der ärztliche Direktor des Diagnostik Zentrums Fleetinsel, Tomas Stein.
Mitarbeitergesundheit als Kostenfaktor
Viele Unternehmen haben den Wert von Gesundheits-Checks erkannt und fordern von ihren Führungskräften, sich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Gesunde, fitte Mitarbeiter kosten schließlich weniger. Sie verursachen weniger Fehltage und sind leistungsfähiger - auch und gerade im Top-Management. Nur: Dafür muss ein wenig Zeit investiert werden. Nicht jede Führungskraft kann sich dazu aufraffen.
Olaf Tscharnezki, Leitender Betriebsarzt beim Konsumgüter-Riesen Unilever, greift deshalb manchmal gern zu Tricks. So verbündete er sich vor ein paar Jahren mit dem Deutschlandchef des Konzerns, der den hiesigen Führungskräften von seinem eigenen Check-up berichtete und ihnen gleiches empfahl. Ergebnis: 133 von 134 Leitungskräften meldeten sich in den folgenden Wochen zur Untersuchung. "Ansonsten greife ich gern humoristisch ein und verschreibe per Rezept auch mal ein paar Stunden Freizeit. Das bringt die meisten zum Lachen und vor allem zum Nachdenken, ob sie wirklich so fit sind, wie sie glauben. Mit vielen kommt man so ins Gespräch und kann sie später überzeugen, die eigene Verfassung einmal prüfen zu lassen", so Tscharnezki.