Blick auf die Website von MobileBits
Karsten Wysk ist einer von ihnen. Seine Idee: eine Entwicklerplattform, die es ermöglicht, Online-Spiele für verschiedene Betriebssysteme zu entwickeln. Die Game-Entwickler in der boomenden Spielebranche müssen also nicht für jedes Betriebssystem neu zu programmieren, sondern nur einmal aufsetzen - um es auf Smartphones, PCs oder Spielekonsolen jeder Art zum Laufen zu bringen. Erstmals präsentierte Wysk mit seiner Firma MobileBits die Delta Engine genannte Entwicklung im Frühjahr auf der Cebit.
Tue Gutes und rede darüber
Stephan Jacquemot, Leiter der Microsoft-Gründerinitiative, zeigt sich nicht nur begeistert, weil die Multiplattform-Idee hauseigene Technologie nutzt, sondern es vor allem ermöglicht, mobile Anwendungen kostengünstig und schnell zu entwickeln. Das Gründerteam von MobileBits versilbert diesen Vorteil über den Lizenzverkauf, entwickelt aber auch noch eigene Spiele. "Die Förderung hilft uns im Moment in der Öffentlichkeitsarbeit. Sowohl die Entwickler als auch die User und Kunden werden auf uns aufmerksam." Zudem könne die Firma über die Kontakte, die bei Messen und Events mithilfe von Microsoft entstünden, internationaler werden, breiter aufstellen.
Wenn Wysk darüber nachdenkt, findet er aber einen guten Ruf unter den Programmierern im Moment am wichtigsten. Denn der Boom in der Spielebranche stellt MobileBits derzeit vor massive Mitarbeiterprobleme. "Wenn wir jemandem einen Job oder ein Praktikum anbieten, weil wir gut zu tun haben, wird er meist von größeren Firmen mit einem finanziellen Bonus weggekauft. Da können wir noch nicht mithalten. Wir müssen mit Enthusiasmus und unserem Ruf als Innovationstreiber punkten. Deshalb hilft jede Menge Publicity und der Hinweis auf den Deutschen Entwicklerpreis, den wir schon eingeheimst haben."