Als er vor zehn Tagen in einem Interview der Financial Times Deutschland auf die Frage antwortete, ob es spezialisierte Unternehmen in ihren Branchen nicht einfacher hätten als ein Mischkonzern wie MAN, sagte er: "Grundsätzlich" sei vieles "einfacher, wenn man nur ein Geschäft hat". Aber: "Wir können das auch mit unseren fünf Bereichen schaffen." Und: Es werde ja "immer wieder eine Überprüfung geben". Das Ergebnis einer solchen Überprüfung kam am Mittwoch an die Öffentlichkeit, als MAN die Abspaltung der Druckmaschinensparte MAN Roland bekannt gab.
Samuelsson, den man an Sonntagen auch schon mal beim Spaziergang im Englischen Garten sichtet, ist ein schneller Entscheider. Ihn treibt die Angst vor der Zerschlagung seines Konzerns um. "Es gibt keine heiligen Kühe", ist einer dieser leidenschaftslos-kühlen Sätze, die er gerne sagt. Was heute passt, muss morgen noch längst nicht hinhauen.
Samuelsson wird auch weiterhin für Überraschungen sorgen. Gut möglich, dass aus den nun vier MAN-Bereichen irgendwann auch einmal drei werden.
Zuletzt hatte er einem Einstieg beim schwedischen Lkw-Bauer Scania eine Absage erteilt. Dabei glauben viele, dass der Schwede im Grunde ganz gerne seinen früheren Arbeitgeber schlucken würde. Wenn erst einmal die Zeit dafür reif ist.
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