Margret Suckale wird Personalchefin der DB Mobility Logistics
Suckale darf künftig nur noch das Personal bei der DB Mobility Logistics verantworten - jener Bahn-Tochter, die im November zu knapp einem Viertel an die Börse geführt werden soll. Im Unternehmen schlägt ihr deshalb Mitleid entgegen: Weder habe sie um ihren alten Posten gekämpft, noch wisse sie wohl, worauf sie sich jetzt einlasse, heißt es. Schließlich sei ihr nun ein altgedienter Gewerkschaftler vorgesetzt, der keinerlei Erfahrungen im operativen Konzerngeschäft besitze.
Schon am Pfingstwochenende geriet Hansen kräftig ins Stolpern. Die Bahn will, auch wegen der hohen Tarifabschlüsse mit den Bahngewerkschaften, zahlreiche Tochterfirmen gründen, um die Personalkosten zu senken. Nur so, hatte Mehdorn bereits im Januar gesagt, ließen sich weiterhin Ausschreibungen von Regionalstrecken gewinnen. Hansen, obwohl noch nicht im Amt, betonte sogleich forsch, dass es unter "meiner Verantwortung keine Tarifflucht gibt".
Seine Gewerkschaft mag sich auf die Worte ihres Ex-Chefs schon nicht mehr verlassen und keilte zurück: "Wir erwarten umgehend eine Klärung. Sollte die Deutsche Bahn ihre Pläne dennoch umsetzen wollen, ist eine Klage wegen Tarifbruchs möglich." Der neue Transnet-Vorsitzende Lothar Krauß, so scheint es, steckt erste Grenzen ab.
Dabei sollte an Hansen ursprünglich sogar noch die gesamte Rechtsabteilung des Bahn-Konzerns fallen, was die Juristin Suckale vollends demontiert hätte. Hier wird nun an einer neuen Struktur gefeilt - wobei unsicher ist, ob die Managerin diesen Verantwortungsbereich behalten darf.
"Die Politik wünscht eben bis auf Mehdorn und Sack keine Personalunion bei der Mutterholding und der Börsentochter", sagte ein Bahn-Manager. Dagegen protestierten die Bahn-Vorstände Norbert Bensel und Karl-Friedrich Rausch, die als Vorstände in die DB Mobility Logistics rutschen werden. Besonders verärgert sei Stefan Garber gewesen, heißt es in Konzernkreisen. Der Manager wird zwar weiterhin im Holdingvorstand sitzen und dort für die Infrastruktur zuständig sein. Doch er sah sich eigentlich auch in der DB Mobility Logistics, um hier die Sparte Dienstleistungen anzuführen.
Die Laune innerhalb der Führungsriege war schon mal besser, hieß es. Müller habe nicht gerade als Stimmungskanone gewirkt.