Die Staatsanwaltschaft ermittelt in der VW-Affäre wegen Untreue und Begünstigung gegen insgesamt 13 Beschuldigte. Im Kern drehen sich die Ermittlungen um die Frage, ob die bei VW traditionell mit großer Macht ausgestatteten Betriebsräte mit unzulässigen Sonderzuwendungen beeinflusst worden sind. Dabei soll es neben Geld auch um zahlreiche Auslandsreisen und Bordellbesuche gegangen sein. Laut der Tageszeitung "Die Welt" liegt den Ermittlern erdrückendes Belastungsmaterial gegen Hartz vor.
Der Ex-Personalvorstand entlastete in seiner Aussage ausdrücklich den damaligen Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch, der heute den Aufsichtsrat führt. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt Herrn Piëch über diese Sonderbonuszahlungen informiert", sagte Hartz den Ermittlern laut "Spiegel".
Das Verfahren gegen ihn könnte möglicherweise noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Mit der jetzt eingeräumten Begünstigung Volkerts hätten die Ermittlungen eine neue Qualität bekommen. "Der Schadensbetrag, der jetzt im Raume stehen könnte, ist nicht zu vergleichen mit mancher Veranstaltung", sagte der Sprecher unter Anspielung auf die Lustreisen.
FTD, dpa