Nur die Frage nach seinem Lieblingsessen scheint ihn zu irritieren. "Wieso wollen sie das wissen? Ich bin nicht so interessant", sagt Weinberger. Also gut, keine Fragen nach dem Lieblingsessen. Dann doch lieber Fragen zu seiner neuesten Brandschrift: "Kontrolle als Risiko".
"Schafft die Kontrolle ab"
Und wieder formuliert der Mann der Ideen eine revolutionäre These: Möglichst jegliche Kontrolle in Unternehmen abzubauen. Als erstes soll die Arbeitsorganisation geopfert werden. Er fordert die Abschaffung von hierarchischem Management. Für ihn nur "ein unrealistisches Bestreben, das zu kontrollieren, was eigentlich nicht kontrolliert werden sollte, ein kläglicher Versuch, sich an die eigene Macht zu klammern, eine lächerliche Anstrengung, sich aufzuspielen".