Internetnutzung 2008: Fast zwei Drittel der Deutschen sind regelmäßig online
Wie steht es nun um die Internetnutzung in Deutschland? Seit 2001 dokumentiert der "(N)Onliner Atlas" - eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt von zahlreichen Sponsoren - die Entwicklung der deutschen Internetlandschaft. Deutschlands größte Studie zur Internetnutzung und -nichtnutzung stellt fest: 42,2 Millionen Menschen in Deutschland sind im Jahr 2008 online - oder umgerechnet zwei Drittel der Bevölkerung ab 14 Jahren. Damit sind im vergangenen Jahr etwa 3 Millionen neue Internetnutzer hinzugekommen - der höchste Anstieg seit fünf Jahren.
Der harte Kern der Offliner oder Nonliner - das sind diejenigen, die auch in den nächsten 12 Monaten nicht planen, ins Netz zu gehen - ist in diesem Jahr erstmalig knapp unter die 30 Prozent-Marke gesunken.
Vom hippen Youngster zum kultivierten Silver Surfer?
Die dynamische Entwicklung, die die deutsche Informations- und Kommunikationswirtschaft in den vergangenen Jahren durchgemacht hat und immer noch durchläuft, ist gewaltig. Bei unserer Basiserhebung im Jahr 2001 hatten Internetnutzer noch ein junges und hippes Image. Private Internetnutzung war nur bei einer Minderheit überhaupt Thema. In Zahlen: 2001 surfte ein gutes Drittel (37 Prozent) der Bundesbürger im Internet.
Heutzutage ist das Internet ein Medium für jedermann - und die Nutzung für viele so alltäglich wie der Gang zum Briefkasten. Besonders erfreulich ist, dass sowohl das "hip" als auch das "jung" nicht mehr so ganz stimmen. Ältere Menschen stehen den neuesten Kommunikationstechnologien immer offener gegenüber. Zwar sind es naturgemäß immer noch die Jüngeren - vor allem Schüler und Studenten -, die mit über 90 Prozent Onliner-Anteil Spitzenreiter aller Altersgruppen sind. Das Wachstum der Internetnutzer wird jedoch mittlerweile hauptsächlich durch Neueinsteiger zwischen 40 und 69 Jahren getrieben. Inzwischen surfen schon 40 Prozent der sogenannten Best Ager (Altersgruppe 50) regelmäßig im Internet. Das liegt zwar noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, aber die hohen Wachstumsraten zeigen, dass gerade in dieser Altersgruppe noch viel Potenzial steckt.