Klaus-Michael Kühne
Rund 500 Mio. Euro, geschätzt ein Zehntel seines Privatvermögens, hat Kühne in Hapag-Lloyd gesteckt. Er sagt, er habe "nie eine so weitgehende Rolle angestrebt". Kühne deutet an, wie enttäuscht er ist, dass außer ihm keine reichen Hamburger Geld lockergemacht haben. Wenn es bei ihm einen emotionalen Auslöser gegeben hat, dann kam er von den Hapag-Angestellten: Es sei eine positive, ja "bewegende Erfahrung" gewesen, als er von demonstrierenden Gewerkschaftern für sein Engagement gefeiert worden sei, sagt er. Trotzdem geht Kühne nicht so weit, wieder nach Hamburg zurückzukehren: Die Schweiz, sagt er, sei für Unternehmer wie ihn ein Paradies. "Dort gibt es keine Mitbestimmung", sagt er - und lacht, zum ersten Mal.