IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gab eine Affäre zu
Strauss-Kahn hatte die Affäre mit der Mitarbeiterin aus der Afrika-Abteilung des Fonds bereits im Januar. Im August war die Frau dann zur Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gewechselt. Eine Kanzlei hatte im Auftrag des Fonds untersucht, ob der IWF-Chef ihr Vergünstigungen hatte zukommen lassen. Strauss-Kahn, der verheiratet ist, war im September 2007 an die IWF-Spitze gewählt worden.
Strauss-Kahn selbst hatte erklärt, es habe zwar im Januar "einen Vorfall" in seinem Privatleben gegeben. Er habe aber zu keinem Zeitpunkt seine berufliche Position missbraucht. Strauss-Kahns Ehefrau hatte den Vorfall als "One-Night-Stand" bezeichnet.
Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, der Vorfall habe innerhalb des IWF zu Kritik geführt, weil bis vor einer Woche noch nicht einmal alle 24 Mitglieder des Verwaltungsrats von der Untersuchung Kenntnis gehabt hätten. Mitglieder mit Kenntnis der Vorwürfe hätten damit in der Lage sein können, dies bei Disputen mit Strauss-Kahn zu politischen Themen oder der Finanzierung von Projekten auszunutzen.
Strauss-Kahns Liebesaffäre löst Erinnerungen an die Vorgänge in der Geschwisterorganisation Weltbank aus. Vergangenes Jahr musste der damalige Weltbankpräsident Paul Wolfowitz zurücktreten. Ermittlungen zufolge hatte Wolfowitz die internen Regeln verletzt, indem er seiner Geliebten eine großzügige Gehaltserhöhung und eine Beförderung organisierte.