Kirch hatte im Mai 2002 Strafanzeige gestellt, nachdem sich Breuer in einem Fernsehinterview kritisch zur Kreditwürdigkeit des Unternehmers geäußert hatte. "Die Deutsche Bank nimmt mit Befriedigung die Einstellung des Verfahrens zur Kenntnis", sagte ein Bank-Sprecher am Donnerstag.
Kirch macht Breuer wegen seiner Äußerungen in dem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Februar 2002 mitverantwortlich für den Niedergang seines Medienimperiums. Der Chef des Geldinstituts hatte damals gesagt, der Finanzsektor sei, nach allem was man "darüber lesen und hören" könne, nicht mehr bereit, der Kirch-Gruppe "auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen".
Kirch überzieht die Deutsche Bank und ihren ehemaligen Vorstandschef seither mit Strafanzeigen und Klagen. In München ist derzeit eine Klage auf 1,6 Mrd. Euro Schadenersatz anhängig. Dass Kirch grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz von Breuer und der Bank hat, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) festgestellt.