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Merken   Drucken   20.06.2011, 13:00 Schriftgröße: AAA

Kontaktmanagement: Wie Sie Ihre Kunden morgen erreichen

Always-in-touch: Das mobile Internet schleicht sich immer mehr in unseren Alltag und verändert unsere Gewohnheiten. Wer zukünftig die Masse erreichen will, sollte jetzt schon die mobile Zielgruppe überzeugen. von Stefanie Sagl, Malthe Wolf und Robert A.Wieland (tns-infratest.com) 
Aktuelle Studien belegen: Bereits drei von vier Deutschen nutzen das Internet, die Mehrheit davon über stationäres Breitband (siehe (N)ONLINER Atlas 2010). Aber ein immer größerer Anteil der Internetnutzer wählt sich mittlerweile auch unterwegs über Smartphone oder Tablet-Computer ins Netz ein. Und nicht nur unterwegs werden diese neuen Endgeräte genutzt, um ins Internet zu gehen - auch zuhause werden sie immer beliebter, um schnell mal bequem auf dem Sofa E-Mails zu checken oder etwas zu googlen. Beide Geräte haben den Vorteil, dass sie im Vergleich schneller nutzbar sind als der herkömmliche Rechner: Das Mobiltelefon liegt ohnehin oft angeschaltet in Reichweite und auch der Tablet-Computer ist auf Knopfdruck verfügbar.
Nutzer setzen zunehmend auf Smartphones und Tablets
Immer normaler: Mit dem Smartphone ins Internet   Immer normaler: Mit dem Smartphone ins Internet
Immer mehr Handys in Deutschland sind Smartphones: Bereits über die Hälfte der deutschen Mobilfunknutzer zwischen 22 und 30 Jahren besitzt ein Smartphone. Der Mobilfunkmarkt ändert sich zusätzlich durch die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern, einer Gerätekategorie, die Apple mit dem iPad zwar erst im letzten Jahr etablierte, die sich aber bereits 24 Prozent der Deutschen in naher Zukunft kaufen wollen (siehe Mobile Life 2011).
Tablets drängen dabei scheinbar in die klassischen Nutzungskontexte von Mobiltelefon und PC - jedoch ist derzeit die Gefahr der Verdrängung nicht belegbar. Vielmehr ergänzen sie die bereits mit dem PC und dem Handy verbrachte Zeit, indem sie neue Nutzungssituationen schaffen, zum Beispiel als eBook-Reader in der Straßenbahn oder beim Internetsurfen auf der Couch. Es wird schnell klar: Wer die rasante Verbreitung des mobilen Internets unterschätzt, verliert wichtige Möglichkeiten, sich in diesem Umfeld rechtzeitig zu positionieren.
Mobiltelefone werden Social Media noch mehr pushen
Das Mobiltelefon erweitert die Nutzung von sozialen Netzwerken. Bereits knapp die Hälfte der globalen Onlinebevölkerung bewegt sich täglich auf einer oder mehreren sozialen Plattformen. 14 Prozent der Deutschen besuchen Seiten von sozialen Netzwerken mit ihrem Handy (siehe Digital Life 2010 beziehungsweise Mobile Life 2011). Smartphone- und Tabletnutzer werden dies in Zukunft noch verstärken. Am häufigsten nutzen die mobilen Besucher sozialer Netzwerke die Möglichkeit, über die Plattform Nachrichten mit Freunden und Bekannten auszutauschen. Wichtig ist auch, mobil den eigenen Status (zum Beispiel Standort, Tätigkeiten, Gefühlslagen, etc.) zu aktualisieren beziehungsweise den von Freunden einzusehen. Die größten Zuwächse beim mobilen Netzwerken wird es im Bereich der breitbandigen Services geben.
Bereits heute wünschen sich viele Nutzer, auch unterwegs Bilder oder Videos hoch- oder runterladen zu können. Diese vielfältigen neuen Aktivitäten mobiler Netzwerknutzer bieten Unternehmen interessante neue Möglichkeiten für ihr Marketing, zum Beispiel interaktive Kampagnen verbunden mit ortsbezogenen Informationen. Neue Internetservices wie Location-based-Services werden die Dienste sozialer Netzwerke erweitern und eine Verknüpfung mit der realen Welt ermöglichen. Bereits heute kann man im sozialen Netzwerk "in einen Ort einchecken" und damit seinen Freunden und Bekannten zeigen, wo man gerade unterwegs ist. Unternehmen können diese Informationen gezielt nutzen und dem Nutzer aktuelle Angebote in seiner Umgebung schicken, Gutscheine anbieten und die Werbung am Point-of-Sale so noch verstärken.
Handys als neues Bezahlmittel und Alternative zu "analogen" Kundenkarten
Bisher können in Deutschland erst wenige Handybesitzer die Möglichkeiten des "digitalen Portemonnaies" und somit von digitalen Zahlungsmöglichkeiten nutzen. Allerdings wünschen sich bereits 16 Prozent der deutschen Mobilfunknutzer, zukünftig in Läden und Restaurants mobil mit ihrem Handy zahlen zu können (siehe Studie Mobile Life 2011). Mit der Einführung NFC-fähiger Handys und ersten Handelspartnern in den USA wird diese Welle mit Verzögerung auch nach Deutschland schwappen.
Interessant ist dieses Gebiet für Retailer auch aus einem anderen Grund. Smartphones werden bald auch in Deutschland die Möglichkeit bieten, eine Vielzahl von Kundenkarten ohne lästiges Suchen jederzeit digital bei sich zu haben. Einzelhändlern bietet sich dadurch die Möglichkeit, eine Verbesserung ihres Treueprogramms zu erzielen. Unternehmen können Lieblingsshops identifizieren und ihren Kunden maßgeschneiderte Kaufvorschläge und Aktionsangebote unterbreiten. Banken müssen ihren Kunden attraktive und sichere Angebote zur Nutzung der neuen Bezahlmöglichkeiten bieten.

Teil 2: Marken, die im mobilen Umfeld zukünftig an Bedeutung gewinnen werden.

  • FTD.de, 20.06.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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