"Extrem hart im Durchgreifen"Den Elan, diesen Internationalisierungskurs zu halten, bringt Rorsted jedenfalls mit. "Er ist dynamisch, entschlossen und einer, der schnell denkt und auch schnell handelt", sagen Henkel-Mitarbeiter. Ehemalige Weggefährten bei Hewlett-Packard beschreiben ihn vor allem als sehr herausfordernd: "Er zeigt einem, dass alles geht, wenn man nur will." Den Willen zur Veränderung hat Rorsted beim Dax-Konzern Henkel bereits unter Beweis gestellt. Nach seinem Amtsantritt 2005 habe er mit Hilfe von externen Beratern Organisationsstrukturen gestrafft und dabei "hohe Zielvorgaben" gesetzt. Rorsted sei dabei "extrem hart im Durchgreifen", heißt es im Unternehmen. Anders als der diplomatische Lehner sei er zudem impulsiv, unheimlich direkt, manchmal zu direkt", sagen ehemalige Mitarbeiter. Vor der Blitzkarriere bei Henkel hatte Rorsted bei den IT-Konzernen Hewlett-Packard (HP), Compaq und Oracle gearbeitet. Den HP-Konzern musste er im Jahr 2004 nach schlechten Zahlen verlassen, er war als Manager für das Geschäft in Europa, Nahost und Afrika zuständig und dort für die Integration des erworbenen Konkurrenten Compaq verantwortlich.
Dass es Rorsted gelingt, aus dem Schatten des erfolgreichen Lehner herauszutreten, daran werden kaum Zweifel laut. Vielleicht hängt das auch mit Rorsteds Herkunft zusammen. Er hat mit Bend Rorsted einen überaus gescheiten Vater. Dieser gilt als einer der renommiertesten Wirtschaftsprofessoren Dänemarks. Doch Sohn Kasper hat das nicht gehemmt, ebenfalls beruflich weit voranzukommen.