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Angeheizt durch die Vergabe billiger Kredite, waren ab 2004 zahlreiche angelsächsische Finanzinvestoren stark in den deutschen Wohnungs- und Gewerbeimmobilienmarkt eingestiegen. Da Wohnimmobilien in der Regel stabile Mieteinnahmen garantieren, finanzierten die Investoren einige Übernahmen fast ausschließlich über Fremdkapital. Aus der Differenz von Kreditkosten und Mieten lassen sich so in guten Zeiten zweistellige Renditen erwirtschaften. Viele Finanzierungen waren jedoch an sehr zuversichtliche Erwartungen hinsichtlich Miet- und Objektwertsteigerung gebunden.
Beobachter werten den Abgang von Moser und Dahlmeyer auch als Zeichen, dass weitere Übernahmen nun völlig vom Tisch sind. Beide Manager waren hierzulande vor allem für Akquisitionen zuständig. Zumindest Whitehall war 2008 noch auf Einkaufstour: 3,4 Mrd. Euro zahlte der Fonds für die LEG NRW mit ihren 98.000 Wohnungen, kurz zuvor 1,7 Mrd. Euro für Bürogebäude der
Allianz . Insgesamt hält Whitehall in Deutschland Immobilien für rund 15 Mrd. Euro und ist damit vor den Morgan Stanley Real Estate Funds (MSREF) der größte Spieler.
Fortress ist seit 2003 in Deutschland vertreten. Der Fonds ist nicht nur an der Gagfah, sondern auch am Büroimmobilien-Riesen Eurocastle beteiligt, der hierzulande vor allem Dresdner- und Deutsche-Bank-Immobilien gekauft hat - insgesamt im Wert von 4,5 Mrd. Euro. Die Aktienkurse der beiden Unternehmen preisen mittlerweile nahezu deren Pleite ein. Beide Unternehmen hat Fortress an die Börse gebracht. Während die in Luxemburg und Essen ansässige Gagfah immerhin bis 2013 finanziert ist, muss Eurocastle 2009 einen dreistelligen Millionenbetrag refinanzieren. Auch der Aktienkurs von Fortress - der Fonds ist in den USA börsennotiert - ist in diesem Jahr stark gefallen.