"Carlos Barrabés ist eine Bezugsgröße für spanische Unternehmen in der digitalen Welt", sagt Fernando Berlin, Geschäftsführer des spanischen Medienkonzerns Radiocable.com. "Er ist in unserem Land der Vater des E-Commerce."
Kein glatter Weg
Barrabes.com kam als wachsende Marke für Outdoor-Fans gut durch die Wirtschaftskrise. Der Ruf der Marke ist sogar so gut, dass er dem Unternehmen einmal fast zum Verhängnis wurde: 2002 zettelten traditionelle Einzelhändler in den USA einen regelrechten Krieg gegen das Onlineunternehmen an.
Sie forderten Fachmagazine auf, keine Werbung für Barrabes.com mehr zu schalten und wollten Hersteller dazu bringen, Barrabes.com nicht mehr zu beliefern. Beilegen konnte Barrabés den Konflikt erst durch komplexe Vertriebsvereinbarungen und Verträge, in denen genau festgelegt wurde, was Barrabes.com in welchem Teil der Welt verkaufen darf.
Das Erfolgsrezept des Onlinehändlers sind eine ständig wachsende Produktpalette und zuverlässige, schnelle Lieferungen. Die meisten Pakete sind binnen 24 Stunden beim Kunden.
Bereits vor dem Angriff durch die amerikanischen Einzelhändler hatte Barrabes.com zwei start-up-typische Hindernisse überwunden: eine hohe Fluktuation erfahrener Mitarbeiter und Kunden, die sich erst noch mit dem Internet vertraut machen müssen.