Hecker prognostoziert stetiges Wachstum für die Branche
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Hecker bezeichnete es als überfällig, dass die Internationale Funkausstellung (Ifa), die am kommenden Freitag in Berlin startet, seit 2006 jährlich ausgerichtet wird, statt wie vorher alle zwei Jahre. "Wir wollen die Ifa - als Abbild des dynamischen Unterhaltungselektronikmarktes - in den nächsten Jahren weiterentwickeln", sagte er. Auf der Branchenmesse fällt für die Unternehmen der Startschuss für das wichtige Jahresendgeschäft.
Hecker, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Ifa-Veranstalters GFU ist, sagt der Branche ein stetiges Wachstum voraus. So werde der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland in diesem Jahr nach neuesten Zahlen um zwei Prozent auf 23 Mrd. Euro zulegen. Der Umsatz mit Fernsehgeräten soll dabei um 2,5 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro steigen. Den Löwenanteil erwirtschaften die Unternehmen mit LCD-Geräten.
Zu schaffen macht der Branche der rasante Preisverfall. Hecker sieht in diesem Jahr mit einem erwarteten Rückgang von 25 bis 30 Prozent kaum Entspannung. Hoffnung gibt es allerdings für 2008: "Dann wird sich der Preisverfall aufgrund stabilisierender Effekte verlangsamen", sagte er.
Loewe will sich auch in den kommenden Jahren auf hochwertige Produkte konzentrieren, für die sich höhere Preise erzielen lassen. Doch zuletzt hatten auch andere Hersteller wie Sharp,
Sony und
Samsung verstärkt auf das margenträchtige Geschäft mit Fernsehern mit einer großen Bilddiagonale gesetzt. "Natürlich wollen die Großen der Branche in unseren margenstarken Bereich. Doch sie tun sich schwer, da sie in allen Preiskategorien vertreten sein müssen", sagte Hecker.
Loewe baut die Fertigung in Kronach bis Ende 2007 um. Das Unternehmen wird 4 Mio. Euro in die Neuausrichtung der Fabrik investieren. "Damit konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung des Standortes Kronach", sagte Hecker. Er kündigte an, bei weiterem Wachstum neue Stellen zu schaffen, etwa in der Entwicklung, beim Marketing oder Vertrieb. Momentan beschäftigt Loewe rund 1000 Mitarbeiter.
Vor zwei Monaten war der britische Finanzinvestor Electra QMC (EQMC) in das Traditionsunternehmen eingestiegen. Der Fonds erwarb rund zehn Prozent der Aktien. Hecker erwartet keine Aufstockung des Pakets. Allerdings könnte EQMC einen Sitz im Aufsichtsrat anstreben. "Das Thema Aufsichtsrat ist bestimmt in deren Fokus, aber momentan kein Thema", sagte Hecker. Neben EQMC hält Sharp knapp 29 Prozent der Aktien, Hecker und seine Familie rund 15 Prozent. "Uns ist nicht bekannt, dass weitere Finanzinvestoren vor der Türe stehen und größere Pakete gekauft werden sollen. Das Interesse ist aber generell da", sagte der Loewe-Chef.