Theo Müller gilt als schwierig
Müller gilt als schwieriger Familienunternehmer. Er hat den Ruf, eigensinnig zu sein; bekannt geworden ist der 68-Jährige etwa durch Rechtsstreitigkeiten mit Umweltaktivisten von Greenpeace oder mit dem Musikproduzenten Dieter Bohlen, ehemals Müller-Werbeträger. Der Verschleiß von Managern im Unternehmen ist für die Branche vergleichsweise hoch. Vor Hübner hatte Christoph Weiß den Molkereikonzern ein Jahr lang geführt, davor Axel Dietz. Weiß hatte vorübergehend gar Anteile am Unternehmen übertragen bekommen. Lediglich Thomas Hinderer, heute Chef des Fruchtsaftspezialisten Eckes-Granini, hatte zuvor mehrere Jahre an der Spitze von Müller durchgehalten.
Die Zusammenarbeit mit Hübner sei aber nicht an überzogenen Ansprüchen Müllers gescheitert, hieß es aus dem Umfeld von Müller-Milch. Eher sei Hübners Tempo zu hoch gewesen. "Es fehlte an der operativen Bodenhaftung, die in Familienfirmen nicht unwesentlich ist." Hübner wollte keine Stellung nehmen. Einen Nachfolger gibt es bisher nicht. Hasso Kaempfe, bis 2007 Chef der Spirituosenfirma Jägermeister, arbeitet zwar als Müller-Berater - eine stärkere Bindung hatte er bisher aber abgelehnt.