"Wird der Unterricht auf Englisch gehalten, geht zu viel verloren""Wird der Unterricht auf Englisch gehalten, geht zu viel verloren", bestätigt Oliver Kohmann, Geschäftsführer der Managementausbildung an der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. "Natürlich setzen wir Englischkenntnisse voraus, schließlich sind ja auch einige Fallstudien in englischer Sprache gehalten, aber dass der Unterricht in der Fremdsprache erfolgt, ist eher die Ausnahme."
Der Grund: Nicht nur Diskussionen über bestimmte Fachthemen, sondern auch über Führungsstile und Fragen der Unternehmenskommunikation seien auf Deutsch in der Regel tiefgründiger und würden sich fachlich eher mal zu einer angeregten Diskussion "hochschaukeln".
Günther Schuh, Wirtschaftsprofessor an der RWTH Aachen, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er ist der Meinung, dass deutschsprachige MBA-Programme den Lernprozess insgesamt beschleunigen. Deutsche Universitäten, die englischsprachigen Unterricht anbieten, hätten immer eine angelsächsische Partneruniversität an ihrer Seite, um die Qualität zu sichern.