Neuer Mann an Merkels Seite: Joachim Milberg
Merkel erwägt offenbar, die Zahl der wissenschaftlichen Beratungsgremien zu reduzieren und Milberg auf diesem Wege zum Chefberater der Regierung aufzubauen. Der 65-Jährige stand von 1999 bis 2004 an der
BMW -Spitze und wechselte anschließend in den Aufsichtsrat. Der promovierte Ingenieur und frühere Professor an der Technischen Universität München gehört dem Innovationsrat zurzeit als einfaches Mitglied an. Forschungsministerin Annette Schavan unterhält ein Beratergremium, dem Milberg vorsitzt.
Die Münchner Staatsanwaltschaft sieht derweil weiterhin keinen Anlass für Ermittlungen gegen von Pierer. Falls er schon früher von schwarzen Kassen und Bestechung gewusst habe, hätte er sich zwar grob fahrlässig verhalten, sagte der Leiter der Behörde, Christian Schmidt-Sommerfeld, der Nachrichtenagentur AP. Aus strafrechtlicher Sicht sei das aber nicht relevant.
Berichte über Ermittlungen gegen den früheren Siemens-Topmanager Uriel Sharef bestätigte die Staatsanwaltschaft. Sharef hatte von 1996 an die Sparte für Energieübertragung geleitet und war 2000 zudem in den Zentralvorstand gerückt.
Von Pierer, der vor einigen Jahren sogar als möglicher Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten gegolten hatte, hält sich seit seinem Ausscheiden bei Siemens mit öffentlichen Auftritten zurück. Allerdings sitzt er weiterhin in den Aufsichtsräten von
Münchener Rück ,
ThyssenKrupp ,
Volkswagen und Deutscher Bank. Auf der Hauptsversammlung des Frankfurter Geldinstituts im Mai will er sich zur Wiederwahl stellen.