Die Wechselwilligkeit unter Finanzfachleuten steigt drastisch
Eine ähnliche Situation zeigt sich in England. Auch hier bereiten sich 52 Prozent der Finanzer darauf vor, bis zum Jahresende den Arbeitgeber zu wechseln. In der Londoner City wollen gar nur zwölf Prozent in ihrer derzeitigen Position bleiben. Spätestens nach der Bonus-Saison (diese startet, nachdem die Unternehmen Geschäftszahlen für das zurückliegende Jahr geliefert haben) fokussieren die Finanzspezialisten auf den nächsten Karriereschritt, zeigt die Umfrage.
Das europäische Ausland lockt
Auffällig: Vor allem die Deutschen zieht es ins Ausland - drei Viertel der wechselwilligen Finanzer wollen sich künftig außerhalb der deutschen Grenzen beweisen, am liebsten in Zürich oder London. Übersee-Ziele sind dagegen eher nicht so attraktiv. Die Mehrheit gab an, innerhalb Europas bleiben zu wollen. Lediglich drei Prozent würden in den Mittleren Osten, 13 Prozent nach Nordamerika und nur 18 Prozent in den Asien-Pazifik-Raum umziehen.
Die neue Situation auf dem Arbeitsmarkt für Finanzfachkräfte zeigt sich auch in verstärkter Aktivität von Headhuntern. Jeder zweite Befragte gab an, seit Jahresbeginn mehr Anrufe von Personalvermittlern als im zurückliegenden Jahr bekommen zu haben. Dennoch sind die meisten Spezialisten nicht überzeugt, dass die Suche nach einem neuen Job ein Selbstläufer wird. Mehr als die Hälfte der Wechselwilligen ist überzeugt, dass es hart oder sogar sehr hart wird, 2011 den neuen Wunschjob zu ergattern.
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