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Merken   Drucken   10.02.2010, 19:58 Schriftgröße: AAA

Mittelstand: Heimweh nach Deutschland  

„Made in Germany“ liegt unfreiwillig wieder im Trend: Viele Mittelständler haben ihre Produktion krisenbedingt rasch gesenkt und dabei vor allem Standorte im Ausland verkleinert oder geschlossen. Davon profitieren die Kapazitäten hierzulande. von Alexander Bakst
Der Zulieferer Alfmeier Präzision musste 2009 heftige Umsatzeinbrüche hinnehmen. Das Familienunternehmen aus dem bayrischen Treuchtlingen baut Spritzgussteile für Automotoren. Die Firma hat sechs ausländische Standorte - und musste dort krisenbedingt die Produktion deutlich herunterfahren. Nur in Deutschland wurde kein Mitarbeiter entlassen. "Wir versuchen, den heimischen Standort zu stärken, indem wir Abteilungen aus Tschechien zurück nach Deutschland verlagern", sagt Vorstand und Miteigentümer Markus Gebhardt.
Viele deutsche Mittelständler reagieren auf die aktuelle Krise ähnlich wie Alfmeier, ergab eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Demnach holen immer mehr deutsche Firmen ihre Produktion zurück in die Heimat oder verlagern sie gar nicht erst.
Die Forscher ermittelten in den vergangenen drei Jahren die geringste Abwanderungsquote seit Mitte der neunziger Jahre. Die Kostenflucht in Niedriglohn-Länder, wie es sie in vergangenen Krisen gegeben hat, ist dieses Mal weitgehend ausgeblieben. Mittelständler aus dem verarbeitenden Gewerbe setzen offenbar verstärkt auf "Made in Germany".

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  • FTD.de, 10.02.2010
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