Tom Cruise als gescheiterter Hitler-Attentäter Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg
Sloan hatte gehofft, mit einem der mächtigsten Teams in Hollywood auch MGM wieder zu einem bedeutenderen Player in der Traumfabrik zu machen. Sloan sucht derzeit Hunderte Millionen Dollar Filmkapital für sein mit Schulden beladenes Studio.
In den vergangenen Wochen soll es Medienberichten zufolge zu Auseinandersetzungen zwischen Wagner und Sloan gekommen sein. Sloan wollte mehr Kontrolle über die Finanzierung und den Produktionsfahrplan von UA, hieß es. Nachdem er Wagner und Cruise an Bord geholt hatte, konnte der MGM-Chef einen 500 Mio. $ schweren Filmfonds für UA für vier Filme innerhalb von fünf Jahren sichern, der von der Investmentbank Merrill Lynch zusammengestellt wurde.
Die ehemalige Talentagentin Wagner, die 1993 mit Cruise die Produktionsfirma Cruise/Wagner gegründet hatte, war es jedoch nicht gewohnt, die Forderungen und Deadlines des Fonds zu erfüllen, und hatte nicht genügend Filme in der Pipeline. Seit November 2006 hat UA außer dem Polit-Thriller"Von Löwen und Lämmern" keinen Film in die Kinos gebracht. Und dieser Film spielte wenig Einnahmen an den Kinokassen ein. Der zweite Film, der längst abgedrehte "Valkyrie", in dem das Scientology-Mitglied Cruise den Widerstandskämpfer Stauffenberg verkörpert, führte zu einer heftigen internationalen Debatte und sollte erst nächstes Jahr in die Kinos kommen. MGM teilte am Mittwoch mit, dass es nun Ende Dezember so weit sein soll.