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Merken   Drucken   05.01.2009, 19:23 Schriftgröße: AAA

Neuer Personalchef: Peugeot muss Topmanager ersetzen

In einer schwierigen Situation muss Europas zweitgrößter Autobauer einen neuen Personalchef benennen. Am Montag gab PSA Peugeot Citroën bekannt, dass Jean-Luc Vergne als das zuständige Mitglied der Konzernführung den Posten aufgibt. von Lutz Meier (Paris)
Ein Firmensprecher sagte, der 60-Jährige gehe aus Altersgründen und um sich seinem neuen Engagement als Chef des französischen Verbands für Berufsbildung zu widmen. Man werde kurzfristig einen Nachfolger benennen, sagte der Sprecher. Vergnes Posten ist in der derzeitigen Branchenkrise für PSA  zu einem Schlüsselressort geworden. Einerseits hat der Personalchef die jüngsten Kurzarbeitmaßnahmen organisiert, bei denen die Arbeiter in den Fabriken des Konzerns in zwangsweise Werksferien geschickt wurden. Andererseits war der Manager dafür verantwortlich, den immensen Personalabbau umzusetzen, den PSA angekündigt hat.
Vergne werde die Umsetzung des Plans nach den jüngsten Verhandlungen mit den Gewerkschaftern im Februar noch einleiten und dann seinen Hut nehmen, so PSA am Montag. Im November hatte der Konzern angekündigt, 3550 Stellen in Frankreich zusätzlich abbauen zu wollen, dabei aber auf Kündigungen zu verzichten. Bei den Gewerkschaften war Vergne wegen seiner verlässlichen Art als Gesprächspartner geschätzt, und auch der Konzern lobte am Montag seine "Dialogfähigkeit", die zum "sozialen Image" von PSA beigetragen habe.
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Der Posten des Personalchefs ist nicht der einzige, den Vorstandschef Christian Streiff besetzen muss. Auch Citroën-Chef Gilles Michel geht - um einen 20 Mrd. Euro schweren staatlichen Investitionsfonds zu führen, den Staatspräsident Nicolas Sarkozy  ins Leben gerufen hat. Laut einem Sprecher steht noch nicht fest, wer statt Michel in der kommenden Woche die Verkaufszahlen von Citroën präsentiert. Streiff hat die Führung der Marke vorübergehend mitübernommen. Der Citroën-Chefposten ist von großer Bedeutung für die Entwicklung des Konzerns, weil dieser derzeit stark an der Marke hängt. Während die Hauptmarke Peugeot weltweit Marktanteile verliert, konnte Citroën in vielen Ländern zulegen.
Nach seinem Antritt an der Spitze von PSA im Jahr 2007 hat Streiff den Vorstand weitgehend nach seinen Vorstellungen umgebaut. Vergne war einer der wenigen Manager aus der Mannschaft von Streiffs Vorgänger Jean-Martin Folz, der auf seinem Posten geblieben ist. Nach Stationen beim Pharmakonzern Sanofi  und beim damaligen Öl-Imperium Elf Aquitaine war Vergne schon 1999 zu PSA gekommen, um dort den Posten des Personalchefs zu übernehmen.
Wegen der Überkapazitäten in den westeuropäischen Fabriken bestand Vergnes hauptsächliche Arbeit in den vergangenen Jahren darin, dort Stellen abzubauen. Die Zahl der Stellen, die allein zwischen Mitte 2008 und Mitte 2009 durch Nichtwiederbesetzung wegfallen, bezifferte der Personalvorstand zuletzt auf 15.000.
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  • Aus der FTD vom 06.01.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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