Arbeitslosigkeit ist ein großes psychologisches ProblemSeit 1984 wird vom SOEP eine Stichprobe von rund 12.000 Haushalten wiederholt befragt. Dabei fragen die Forscher nicht nur die objektiven Lebensumständen wie Arbeitslosigkeit und Einkommen ab, sondern auch die subjektive Lebenszufriedenheit. So bekommen die Forscher einen Eindruck, wie sich Glücksgefühl und äußere Umstände der Deutschen im Zeitablauf verändert haben. "Weltweit gibt es keine andere Panelbefragung, die schon so lange läuft und neben den objektiven Daten auch die Zufriedenheit erfasst", sagt der SOEP-Leiter Gert Wagner.
"Mit diesen Daten können wir etwa die wirtschaftspolitisch wichtige Frage beantworten, wie sich die Zufriedenheit eines Einzelnen verändert, wenn er arbeitslos wird", sagt Ökonom Wagner. Dabei habe man herausgefunden, dass Arbeitslosigkeit nicht nur ein finanzielles, sondern "ein viel größeres psychologisches Problem" sei. Jene Menschen, die arbeitslos würden, büßten viel mehr Zufriedenheit ein, als solche Menschen, die nur einen entsprechenden Rückgang ihrer Einkommen verkraften müssen.