Pauli warf der Redaktion der Illustrierten "Park Avenue" vor, von ihr nicht genehmigte Aussagen im Text verwendet zu haben. "Ich bin in meiner Privatsphäre voyeuristisch beobachtet worden", sagte sie. Die Redaktion habe ihr vorab versichert, sie positiv und sympathisch darzustellen, sich jedoch nicht daran gehalten. Die Wahl der Bilder und der gezeigten Ausschnitte gehe "unter die Gürtellinie".
Befürchtungen, die Bilder könnten ihrer politischen Zukunft schaden, wies sie zurück. "Warum soll sich durch Fotos, die ästhetisch sehr anspruchsvoll sind, etwas ändern. Da sind sehr schöne Fotos dabei." Pauli betonte, der Schwerpunkt ihrer Arbeit liege nach wie vor in der Politik. Sie setze sich lieber für Bürger als für Produkte ein. Ihre politische Heimat sei die CSU. Sie erwarte, dass die Partei auf sie zugehe und sie integriere. "Das ist aber kein Ultimatum", sagte Pauli.
Petzold weist Vorwürfe zurück
Der Chefredakteur von "Park Avenue", Andreas Petzold, wies Paulis Vorwürfe unterdessen zurück. "Ihre Klage entbehrt jeder Grundlage", sagte er. Pauli sei mit den zur Autorisierung vorgelegten Zitaten einverstanden gewesen. Alle Bilder seien ihr unmittelbar nach dem sechsstündigen Fotoshooting am 22. Februar gezeigt worden. In der Folge habe sie keine Einwände gegen die Bilder erhoben.
"Es ist bedauerlich, dass Frau Pauli nun auf dem Rücken von "Park Avenue" ein politisch motiviertes Rückzugsgefecht kämpft", sagte Petzold. Bei den veröffentlichten elf Bilder handele es sich großteils um klassische Modefotos. "Wo ist da eine Dominastrecke?", fragte Petzold. Paulis Ansinnen, die Redaktion hätte ihr die Reportage vorab vorlegen müssen, "zeugt von einem merkwürdigen journalistischen Selbstverständnis von Frau Pauli."