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Merken   Drucken   05.04.2009, 11:54 Schriftgröße: AAA

Pläne für Neuregelungen: Banker brauchen für Boni langen Atem  

Satte Prämien trotz Milliardenverlusten: Das überhitzte Gehaltssystem der Banken steht vor dem Aus. Die Institute wollen Prämien künftig nur bei langfristig erfolgreichen Geschäften auszahlen. von Sarah Sommer
Bankvorstände wie Josef Ackermann zählten in den vergangenen Jahren mit Abstand zu den bestbezahlten Managern in Deutschland. Noch 2007 erhielt der Deutsche-Bank-Chef ein Jahresgehalt von knapp 14 Mio. Euro - fast 90 Prozent davon aus Bonuszahlungen. Dabei waren die Vorstände bei Weitem nicht die bestbezahlten Bankangestellten: Investmentbanker verdienten oft mehr als doppelt so viel wie ihre Vorstandsvorsitzenden, in der Spitze bis zu 30 Mio. Euro pro Jahr.
Auch wer kein Spitzenverdiener war, konnte nicht klagen. "Bei Devisen- und Anleihehändlern wurde nicht selten die Hälfte des erwirtschafteten Gewinns für Bonuszahlungen ausgeschüttet", sagt Wilhelm-Christian Helkenberg, Partner der Personalberatung Heads. "Da kann man sich schon fragen, ob das ein vernünftiges Verhältnis war, zumal es keine entsprechenden Modelle für eine Verlustbeteiligung gab."
Mit der Aussicht auf hohe Prämien waren die Banker bereit, sehr große Risiken einzugehen. Damit trifft sie eine Mitschuld an der derzeitigen Finanzkrise, lautet nun der Vorwurf. Noch können viele Investmentbanker und Vorstände trotz milliardenschwerer Verluste ihre Bonuszahlungen einfordern.

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  • FTD.de, 05.04.2009
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