Dov Moran in der Modu-Zentrale mit einem Prototyp seines neuen Multifunktionshandys
Die Einwände perlten an Dov Moran ab wie Regentropfen an einem Fettfilm. Er war davon überzeugt, dass die Welt auf seinen Speicher gewartet hat: "Wir hatten eine Erfindung, von der wir vom ersten Moment an spürten: Das wird wow!" Das Gefühl täuschte nicht. Der USB-Stick wurde zum Welterfolg. 45 Mio. $ nahm die Firma 2001 ein, fünf Jahre später waren es fast 1 Mrd. $.
Diesen Erfolg will Moran mit der Firma Modu in der Nähe von Tel Aviv nun wiederholen. Die Chancen stehen nicht schlecht: Auf der Handymesse 3GSM in Barcelona stieß das Modu im Februar auf wohlwollende Resonanz. Die ersten Verträge mit Netzanbietern aus Israel, Italien und Russland hat der Unternehmer bereits abgeschlossen. Und einen medienwirksamen Eintrag ins "Guinnessbuch der Rekorde" erreicht: Modu ist mit 40,1 Gramm das leichteste Handy der Welt.
Doch der Clou ist nicht das Gewicht, sondern die Wandlungsfähigkeit. Das Grundgerät ist voll funktionsfähig, aber lediglich die Basis für verschiedene Endmodelle. Für diese lässt Moran "Jackets" schneidern: schrille Jacken, seriöse Jacken, teure Jacken, billige Jacken. Sobald das Modu-Handy in eine solche Jacke gesteckt wird, entsteht ein neues Handy mit zusätzlichen Funktionen. Fürs Business-Meeting wählt man vielleicht eine mondäne Jacke mit ausklappbarer Tastatur, breitem Display und Internetzugang. Und für den Disco-Besuch eignet sich eine knallig bunte Handyhülle.