DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp
Nach Informationen der FTD wird die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) den Vorstandschef des Autokonzerns
DaimlerChrysler am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin ebenso wenig wie die übrigen Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte entlasten. "Schrempps Strategie greift nicht, und er schafft es nicht, den Konzern einheitlich voranzubringen", sagte ein Sprecher. Zudem kreiden die Aktionärsschützer dem Topmanager an, dass er sich nach wie vor gegen die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge wehrt.
Sorgen bereiten Anlegern vor allem die Schwierigkeiten bei Smart, die zu einem erneuten Aufwand von 1,2 Mrd. Euro führten, und die jüngsten Qualitätsmängel bei Mercedes-Benz. "Mercedes läuft Gefahr, seine Bedeutung als Premiummarke zu gefährden", sagte ein Sprecher der Schutzvereinigung der Kapitalanleger (SdK).
Die SdK hatte bereits in der Vorwoche angekündigt, sie werde Vorstand und Aufsichtsrat die Gefolgschaft verweigern. Die Fondsgesellschaft Union Investment, Deutschlands Nummer drei, wird sich bei der Entlastung immerhin enthalten. Gleiches gilt unter Umständen für SEB Invest: Die Fondsmanager des vergleichsweise kleinen Hauses machen ihr Votum von Schrempps Aussagen am Mittwoch abhängig.