Ralf Heckmann
Heckmann erklärte dies mit "persönlichen Gründen" und der "aufreibenden Arbeit". Die IG Metall betonte, Heckmann habe schon bei seiner Wiederwahl 2006 angegeben, nicht bis 2010 zu bleiben. Die Vereinbarung mit Siemens sah allerdings nach FTD-Informationen vor, dass er die Amtsperiode beendet. Wie Siemens und Heckmann die Zeit bis 2010 überbrücken, dazu wollten sich Siemens und Heckmann nicht äußern.
Nachfolger soll mindestens bis 2010 der bisherige Stellvertreter Lothar Adler, 59, werden, der laut FTD-Informationen dieselben vertraglichen Vergünstigungen wie Heckmann besitzt. Adler strebt Siemens-Kreisen zufolge 2010 eine Wiederwahl bis 2014 an. Ein Teil der IG Metall und der Siemens-Betriebsräte plädiert dagegen für die engagierte Hamburger Betriebsrätin Birgit Steinborn.
Extrageld für Betriebsräte ist beim Münchner Konzern nicht unüblich. Wie ein Ermittler kürzlich im AUB-Prozess aussagte, hat Rudolf Moshammer, Gesamtbetriebsratschef von 1985 bis 1992, bis zu seinem Ausscheiden 1993 Sonderzahlungen von 600.000 DM bekommen - zusätzlich zu seinen normalen Bezügen.