Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Angesichts des kometenhaften Aufstiegs von Facebook mit seinen derzeit über 175 Millionen aktiven Nutzern weltweit galt Zuckerberg als der neue Star im Silicon Valley. Krönung der Entwicklung war Ende 2007 der Einstieg des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft bei Facebook. Das Netzwerk wurde damals mit 15 Mrd. $ bewertet. An Facebook hält Zuckerberg noch 30 Prozent.
In den vergangenen Monaten sind Zuckerberg jedoch einige Patzer unterlaufen. So riefen seine wichtigsten Initiativen jedes Mal einen Sturm der Empörung unter den Nutzern hervor. Der Unternehmer musste sein Werbemodell namens Beacon anpassen sowie Änderungen an den allgemeinen Geschäftsbedingungen zurücknehmen. Vor wenigen Tagen knickte der Manager bei dem heftig umstrittenen neuen Design der Website ein. Nutzer erhalten künftig mehr Optionen, ihre Website zu gestalten.
Ex-Finanzchef Yu hatte wohl stark darauf gedrungen, mehr Werbung auf der Website zuzulassen, um die Umsätze deutlicher steigern zu können. Zuckerbergs Maxime hingegen ist es, vor allem die Reichweite der Website zu stärken. Zudem sei es Yu laut Medienberichten schwergefallen, neue Investoren zu finden. Eine Folge des raschen Wachstums ist, dass die Kosten für die Infrastruktur wie zum Beispiel Hochleistungsrechner ebenfalls enorm steigen. Hinzu kommen die Personalkosten. Mittlerweile beschäftigt das im Jahr 2004 gegründete Startup über 700 Mitarbeiter.
Bis ein Nachfolger für Yu gefunden ist, soll laut "All Things Digital" der ehemalige Netscape Finanzchef Peter Currie das Unternehmen beraten. Eine Facebook-Sprecherin wollte dies am Mittwoch nicht kommentieren.