Was Nutzer wollen
Das Ergebnis: Es kommt darauf an. Nicht an jedes Unternehmen stellen die Nutzer die gleichen Ansprüche. Entscheidend ist zum einen, welches Ziel das Unternehmen verfolgt. So nutzt etwa Energiehoch3 Facebook, um neue Kunden zu gewinnen - und steigert seine Bekanntheit durch Gewinnspiele. Die Stadtwerke Bamberg hingegen sehen das Netzwerk als Serviceinstrument, um Bestandskunden an sich zu binden. Darum sind für sie Kommentare - ebenso wie passende Antworten der Stadtwerke - ein wichtiger Erfolgsmesser.
Notwendiger Aufwand ist branchenabhängig
Wichtig für die Beurteilung der Social-Media-Präsenz ist auch die Branche. Mehr als die Hälfte der Befragten findet, dass es für Unternehmen aus den Branchen Tourismus, Elektronik und Mode sehr wichtig oder wichtig ist, starke Präsenz zu zeigen. Von Banken oder Versicherungen erwartet dies nur ein Viertel. Entsprechend niedriger können solche Unternehmen den Aufwand ansetzen, den sie investieren.
Komplett ausblenden dürfen Unternehmen soziale Medien aber nicht mehr. "Eine Unternehmensseite in sozialen Medien wird selbstverständlich. Sobald sie fehlt oder schlecht gemacht ist, fällt das negativ auf", sagt von Keyserlingk. "Social Media ist ein normaler Kommunikationskanal, der mit der Zeit ins Repertoire von Marketing und Vertrieb aufgenommen werden wird. Ein bisschen wie das Internet früher."