Gregor Berz von Batten & Company
Monitoring zu wenig verbreitet
Nur gut jedes dritte Unternehmen, das sich mit Social Media beschäftigt, betreibt auch ein solches Monitoring. Meist reduziert sich die Beobachtung der Veröffentlichungen im Web aber auf gelegentliche manuelle Recherchen von Mitarbeitern oder ein Google-Alert. Das ist zu wenig, findet auch Roland Magon, Manager Marketing Solutions beim Softwareunternehmen SAS. "Allerdings haben wir innerhalb der Studie festgestellt, dass sich die Unternehmen in verschiedenen Stadien der Social-Media-Annäherung und -Nutzung befinden. Während die einen noch abwarten, um aus Erfahrungen anderer zu lernen und sich andere bereits testend auf unbekanntes Terrain vorwagen, ist die Zahl derer noch klein, die im Web an Kunden herantreten, um diese besser zu verstehen.
Wer jedoch verfolgt, was durchs Netz geistert - über Produkte, die Unternehmensmarke, die Stimmung im Team - kann viel schneller und besser Anpassungen vornehmen, Konsequenzen ziehen, das Image stärken, Impulse und Ideen für neue Produkte und Services einfangen. "Wer genau hinhört und hinschaut, kann die Bedürfnisse seiner Zielgruppe viel intensiver ermitteln als andere", so Magon, der dazu rät, verstärkt abteilungsübergreifend zu arbeiten und Analyse-Tool zu nutzen.
Ziel müsse den Experten zufolge sein: Weg von der kommunikativen Einbahnstraße hin zu echtem Dialog. Es gehe nicht nur darum, soziale Medien nutzen, um Informationen des Unternehmens zu posten - für die Mitarbeitersuche, für Werbezwecke oder Markenkommunikation - sondern einen neuen Kanal für den Austausch zu eröffnen und so zum Beispiel ein schnelles und authentisches Feedback zu erhalten. Das zu etablieren, wird für die meisten Unternehmen eine wichtige Aufgabe in nächster Zeit.