Portal europaweit aktivRiecke steht vor der schwierigen Aufgabe, für Holtzbrinck die Investition in das 2005 gegründete Startup zu rechtfertigen. Die Verlagsgruppe hatte StudiVZ Anfang Januar für rund 85 Mio. Euro übernommen. Inzwischen hat die Plattform, die Foren und Mailingdienste anbietet, nach Unternehmensangaben mehr als drei Millionen Nutzer, die Tochter SchülerVZ eine weitere Million. Zudem betreibt StudiVZ Seiten nach dem gleichen Muster in Frankreich, Polen, Italien und Spanien. Bisher tun sich viele Werbende allerdings mit der Nutzung solcher Social-Networking-Angebote im Internet schwer - die Einnahmen fließen meist nur spärlich.
Nun gebe es aber, so Riecke, erste sichtbare Erfolge, seitdem StudiVZ Werbeplätze anbietet. "Die Seite hat das Potenzial, ein extrem attraktives Werbeumfeld zu sein", glaubt der neue Chef. Ein weiteres Ziel Rieckes ist, die Expansion weiter voranzutreiben. Wie die bisher gestarteten Töchter gezeigt hätten, bestehe hier Potenzial. Möglich wäre etwa ein "AlumniVZ" für ältere Nutzer - konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.
Zuletzt war StudiVZ unangenehm aufgefallen: Ende Februar meldete der Betreiber den Verlust von Daten Tausender Nutzer. Über ein Modul von SchülerVZ konnten der oder die Täter in die Datenbanken eindringen und dort Namen, Mail-Adressen, verschlüsselte Passwörter und Freunde-Listen herausholen.