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Merken   Drucken   12.05.2009, 08:00 Schriftgröße: AAA

Studie: Chefs dürfen Krise aussitzen  

Rezession und Finanzkrise haben die Arbeitsplätze der Konzernchefs in den USA und Europa überraschenderweise sicherer gemacht als in den vergangenen Jahren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Booz&Co., für die Daten aus den weltweit 2500 größten Unternehmen erfasst wurden. von Matthias Lambrecht (Hamburg)
Danach ist der Anteil der Vorstandschefs, die im vergangenen Jahr freiwillig gingen oder unfreiwillig ihren Stuhl räumen mussten, in Europa um 1,9 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent gesunken. In den USA fiel die Quote um einen halben Prozentpunkt auf 14,8 Prozent.
In Europa ist damit der Trend zu verstärktem Auswechseln der Chefs der vergangenen Jahre vorläufig gebrochen. Auch in Deutschland und Österreich traten weniger Unternehmensführer ab als im Vorjahr. 2007 gab hier fast ein Fünftel der Chefs auf, im vergangenen Jahr waren es nur 17 Prozent. "Die Aufsichtsräte sehen die Weltwirtschaftskrise als externen Schock und halten bislang am bewährten Führungspersonal fest", sagte Stefan Eikelmann, Deutschland-Chef von Booz&Co.
Deutlich strenger als im Vorjahr gingen die Eigentümervertreter dagegen in Asien mit den höchsten Angestellten ihrer Unternehmen um. In Japan vervierfachte sich der Anteil der Konzernchefs, die ungeplant ihren Arbeitsplatz räumen mussten. Eikelmann schließt nicht aus, dass auch in Deutschland und Europa der Anteil der abgelösten Konzernherren wieder steigt. Schließlich sei der Einbruch erst nach dem Jahreswechsel in voller Härte spürbar gewesen.

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