Websitenutzung bei der Kauf-Recherche
Suchmaschinen fungieren dabei als Vermittler bei der Suche nach relevanten Webseiten. 81 Prozent der Internetnutzer sind der Überzeugung, dass Suchmaschinen helfen Websites zu finden, die sie auf andere Weise nicht gefunden hätten. Und 70 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen Suchmaschinen bei der schnellen Auffindung relevanter Verkäufer eines Produktes helfen. 91 Prozent der befragten Internetnutzer haben innerhalb eines Jahres beim Kauf von mindestens einem Produkt zuvor online recherchiert. Und 94 Prozent derjenigen, die eine Textanzeige wahrgenommen haben, klickten auch schon mindestens einmal auf Textanzeigen. Damit erfüllen Textanzeigen ihre klassische Funktion und werden nach dem Cost-per-Click-Prinzip abgerechnet. Aber nicht jeder kauft auch alle Produkte online. Laut ROPO-Studie haben 84 Prozent der Internetnutzer innerhalb eines Jahres mindestens ein Produkt online recherchiert und es später offline gekauft. Damit findet ein zentraler Transaktionsprozess außerhalb der nach Performance strebenden Online-Community statt. Dies wirft auch die Frage nach der zusätzlichen Qualität von Textanzeigen auf. Wie sieht der eigentliche AdWords-Effekt aus?
Innovativer Forschungsansatz gefragt
TNS Infratest hat deshalb in einer Kooperation mit Eye Square im Frühjahr 2008 den Auftrag von Initiator Google erhalten, die weltweit erste Studie zur Analyse des AdWords-Effektes durchzuführen. Studienpartner waren unter anderen DEVK, CosmosDirekt, Air France, Ford, Peugeot und Maggi. Neben dem AdWords Gesamteffekt, also der Wirkung, die erzielt wird, wenn ein AdWord gesehen oder geklickt wird und man dadurch auf die Website der beworbenen Marke gelangt, interessierte vor allem der "AdWords only"-Effekt mit reinem Sichtkontakt, das heißt wenn AdWords nur gesehen werden, aber nicht auf sie geklickt wird. Ebenso galt es, die Anzahl der AdWords-Kontakte und die Position des AdWords zu berücksichtigen.
Im Rahmen des mehrstufigen Forschungsprojektes wurden hierfür spezielle Test- und Kontrollgruppen gebildet, die einen Vergleich von unterschiedlichen experimentellen Bedingungen ermöglichen. Beispielsweise wurden einem Teil der Teilnehmer bei der Suche auf Google keine AdWords zu den untersuchten Marken angezeigt, während der andere Teil diese an vorher festgelegten Positionen sah. Dies wurde durch den Einsatz der iServer-Lösung des Technologie-Partners Eye Square realisiert. Die repräsentativ ausgewählten Probanden erklären sich bereit, über einen Zeitraum von 4 Wochen über einen speziellen Proxy-Server zu surfen und Suchaufgaben zu bearbeiten. Dadurch konnten alle relevanten Nutzungsinformationen aufgezeichnet, aber auch gezielt Textanzeigen ein- und ausgeblendet werden. Im Anschluss wurde eine Befragung mit Einstellungsvariablen durchgeführt, die eine kombinierte Analyse der Wahrnehmung von und Einstellung zu Marken und des Verhaltens im Internet ermöglichte.
In dieser Befragung wurden insgesamt vier Markendimensionen des Brand-Funnels abgefragt: Markenbekanntheit, Markenbild, Relevanz und Loyalität. Die Befragung beinhaltete acht Marken pro Interview. Durch diese Vorgehensweise wurde eine höhere Validität und Reliabilität der Ergebnisse erzielt. Zur vereinfachten Bewertung der Effekte erfolgt die Darstellung als Differenz der Indexwerte der Kontrollgruppe (Indexwert 100 Prozent) und der Testgruppe (Indexwert ). Der jeweilige Indexwert ergibt sich aus dem Mittelwert der acht getesteten Marken.