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  FTD-Serie: Supply Chain Management

Wer im weltweiten Wettbewerb bestehen will, muss seine Liefer- und Produktionsprozesse optimal aufeinander abstimmen, damit Kosten und Qualität stimmen. Die Strategien und die nötige Technik dazu bietet ihm Supply Chain Management. In unserer Serie zeigen wir, wie dies funktioniert, und stellen erfolgreiche Beispiele vor.

Merken   Drucken   09.11.2008, 10:00 Schriftgröße: AAA

Supply Chain Management: Funksignale überwinden Firmengrenzen

RFID wird für Supply-Chain-Management immer bedeutender. Denn nur so können Unternehmen den gesamten Material- und Warenfluss im Blick haben. von Martin Bernhard
Mittelfristig hätte die Firma Algi-Seifenfabrik wohl keine andere Wahl gehabt, als ihr Warensystem auf die RFID-Technologie umzustellen. "Wir sind Zulieferer großer Handelsunternehmen, und die wünschen sich RFID-Etiketten", sagt Algi-Sprecher Hermann Küpferling.
Der Mittelständler aus Oberfranken entschied sich frühzeitig dafür, sein Warenwirtschaftssystem auf die neue Technologie umzustellen. Anfang Februar begann das Unternehmen, das 150 Mitarbeiter beschäftigt, RFID im innerbetrieblichen Materialfluss einzusetzen.
Und Küpferling ist überrascht, welch große Vorteile die Umstellung gebracht hat. "Wir konnten den Materialfluss deutlich straffen. Das bringt uns Zeitvorteile von mehreren Stunden, und auch die Fehlerquote hat sich deutlich verringert." Der Seifenhersteller plant, auch Zulieferer in die RFID-Technologie einzubinden.
"Intranet der Dinge"
RFID, Radiofrequenzidentifikation eröffnet neue Möglichkeiten in der Steuerung des Material- und Warenflusses. Im Unterschied zum Strichcode senden RFID-Chips selbst Radiowellen aus, sobald sie von einem Empfängergerät angefunkt werden. Informationen können so über eine Entfernung von bis zu 200 Metern übertragen werden. Außerdem können dem Chip Informationen hinzugefügt werden.
Wie Ralf Bigge, Mitglied der Geschäftsleitung des Technologie-Beratungsunternehmens GS1, erläutert, werde RFID seit einigen Jahren innerhalb eines Unternehmens eingesetzt. "Man hat den Strichcode auf RFID umgesetzt und mit Informationssystemen verbunden, sozusagen ein ,Intranet der Dinge‘ geschaffen."
Jetzt habe man den gesamten Material- und Warenfluss im Blick und taste sich an den unternehmensübergreifenden Einsatz heran. Möglich ist das, weil RFID standardisiert ist. "Der Vorteil liegt vor allem darin, dass man eine Vielzahl von Ereignissen speichern kann und eine hervorragende Rückverfolgbarkeit der Waren erreicht." Die Artikel werden automatisch erfasst, ohne Scanner.

Teil 2: Stabiles System

  • FTD.de, 09.11.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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