Einen Tag, nachdem Schlosstein den Investoren ihr Geld zurückgegeben hatte, stand Altman bei ihm im Büro und versuchte erneut, ihn zum Wechsel zu Evercore zu bewegen. Dieses Mal hatte er Erfolg.
Nachfolger der anderen Wesensart
Schlossteins Wechsel zu Evercore fiel mit einem Zeitpunkt zusammen, an dem die unabhängigen Berater deutlich an Einfluss gewannen. Die Kreditkrise hatte die Probleme der großen Banken zu stark zu Tage treten lassen.
Wo Altman direkt war, ist Schlosstein liebenswürdig und charmant. Aber die beiden kommen gut zurecht, sagt Schlosstein: "Die meisten Leute sagen, man solle nie einem Firmengründer nachfolgen, solange der noch im Unternehmen mitmischt. Aber für jede Regel gibt es eine Ausnahme, und dies ist so ein Fall."
Vorteile für das Unternehmen
Schlosstein kümmert sich um das Tagesgeschäft, Altman konzentriert sich auf die Beratung der Kunden: "Das Unternehmen ist stärker fokussiert, effizienter", so der Firmengründer. "Jeden Tag beweist Ralph aufs Neue, dass wir das schon vor drei Jahren hätten tun sollen."
Die beiden kennen sich seit 1976, als sie halfen, den Amtsantritt der Regierung Jimmy Carter vorzubereiten. Altman war die nächsten vier Jahre im Finanzministerium, Schlosstein im Weißen Haus.
1981 verließ er Washington, aber Schlosstein zeigt immer noch viel Interesse an der Politik. Dies führt der fleißige Spendensammler für die Demokraten auf seine Erfahrungen zurück, nicht auf Idealismus: "Ich bin in einer Einwandererfamilie aufgewachsen, mein Vater war Barkeeper." Beide Eltern sind in Deutschland geboren.