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Tiefes Verständnis für Zusammenhänge
Bei Siemens ist man nicht unbedingt glücklich mit Schaafs Wechsel. "Es ist ein Verlust", heißt es dort. Schaaf sei mit seinem tiefen Verständnis für technische Zusammenhänge ein Vordenker gewesen, vor allem, wenn es um die Konvergenz, also die Zusammenführung verschiedener Kommunikationskanäle ging.
Der zurückhaltend wirkende, 51-jährige Niederländer wechselte 1987 von Philips zu Siemens. Ein Trostpflaster für die Münchner ist, dass Schaaf beim Großkunden Deutsche Telekom wohl ab und an ein gutes Wort für sie einlegen kann. Denn Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte erst kürzlich bemängelt, die Geschäfte mit den deutschen Großkunden ließen derzeit Wünsche offen.
Ein Glücksfall ist Schaafs Weggang dagegen für seinen Nachfolger, den Bereichsvorstandskollegen Thorsten Heins. Denn Heins ist bislang für das Mobiltelefongeschäft verantwortlich. Und wenn dieses ausgegründet wird und in eine Partnerschaft mit Minderheitsbeteiligung eingeht, hätte Heins seine Aufgabe verloren.
In der Branche und bei Mitarbeitern wird dies nicht unbedingt Jubel auslösen. Schon lange wird dort bemängelt, dass Siemens trotz des von Quartal zu Quartal desaströser werdenden Handygeschäfts noch keine einzige personelle Konsequenz gezogen hat.