Obama bedrängt die Opposition
Unterdessen macht US-Präsident
Barack Obama bei der Opposition Druck, dem insgesamt 825 Mrd. $ schweren Konjunkturpaket zügig zuzustimmen. Er respektiere die Zweifel, die die Republikaner mit dem Maßnahmenkatalog hätten, sagte Obama im Anschluss an ein Treffen mit republikanischen Kongressmitgliedern. "In einigen Fällen sind sie aber vielleicht auch einfach nicht so vertraut mit den Inhalten des Pakets wie ich es gerne hätte", fügte er hinzu. Er rief dazu auf, angesichts der Krise politische Rangeleien außen vor zu lassen und unterstrich, dass zügig gehandelt werden müsse. Die Republikaner sollten "die Politik auf ein Minimum reduzieren". Die Statistiken untermauerten jeden Tag, die Dringlichkeit der derzeitigen Situation, sagte er. "Das amerikanische Volk erwartet, dass wir handeln."
Obama will das Paket bis Mitte Februar durch den Kongress bringen. Drei Viertel des Geldes sollen bis zum 30. September ausgegeben werden. Zudem will er mit dem Programm drei bis vier Millionen Arbeitsplätze schaffen oder erhalten.
Das Abgeordnetenhaus will an diesem Mittwoch über das Konjunkturprogramm abstimmen. Die Republikaner kritisieren vor allem, dass der vorgesehene Anteil an Steuergeschenken mit rund einem Drittel nicht ausreiche. Sie fordern mindestens 40 Prozent. "Der Präsident will aufrichtig mit uns zusammenarbeiten, unsere Ideen hören und eine gemeinsame Basis finden", sagte der republikanische Minderheitsführer im Abgeordnetenhaus, John Boehner.