Wie schon 2008 besteht in Russland die höchste Bereitschaft zur Bestechung. Mit 6,1 Punkten steht das Land noch hinter China (6,5) und Mexiko (7,0). Die Organisation vermutet einen engen Zusammenhang zwischen Bestechung im Ausland und der Verbreitung von Korruption im Inland. Die Studie stellt zudem heraus, dass in diesem Jahr vergleichbare Durchschnittswerte erzielt wurden wie bei der letzten Veröffentlichung, die Bereitschaft zu Schmiergeldzahlungen also nicht abgenommen habe.
TI-Chefin Huguette Labelle forderte die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) dazu auf, mehr gegen die Korruption zu unternehmen: "Bei ihrem Treffen in Cannes diese Woche müssen die Regierungen Maßnahmen gegen Bestechungsversuche im Ausland als vordringliche Aufgabe begreifen." Dadurch würde die Weltwirtschaft fairer. In der Studie verweist die Organisation zudem auf eine wachsende Bedeutung von China und Russland in der Weltwirtschaft.
Bei der Aufschlüsselung der Branchen zeigt sich, dass Schmiergeld im Ausland am wenigsten in der Landwirtschaft gezahlt wird (7,1 Punkte). Auch der Banken- und Finanzsektor schneidet mit 6,9 Zählern verhältnismäßig gut ab. Ein hohes Maß an Korruption herrscht dagegen bei der Vergabe von Öffentlichen Aufträgen - hier wurde mit 5,3 Punkten der schlechteste Wert der gesamten Umfrage erzielt.